Wolfsträne e.V. ist Titelthema der November-Ausgabe im "Schlingel"

Wir freuen uns sehr, dass die Redaktion des "Schlingels", dem Familienmagazins der LVZ, in seiner November-Ausgabe das wichtige Thema "Kindlicher Umgang mit Tod und Trauer" zum Titelthema gemacht hat. Bei der Recherche wurde die Redakteurin auf unseren Verein aufmerksam und hat uns kurzerhand zu einem Interview eingeladen. Und nun ist sie da: die druckfrische November-Ausgabe mit Wolfsträne e.V. in der Hauptrolle.   

Das Cover der November-Ausgabe des Schlingel. Foto: Schlingel

 

 Von Christian Wendt und Matthias Klöppel, erschienen am 12.09.2017 in der Torgauer Zeitung:

Ganzen Artikel lesen:

http://www.torgauerzeitung.com/Artikel/default.aspx?t=NewsDetailModus(90350)

 

Von Matthias Klöppel, erschienen am 27.3.2017 in der LVZ:

"Wolfsträne" unterstützt trauernde Kinder

„Es gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still. Und wenn sie sich dann weiterdreht, ist nichts mehr, wie es war." Unter diesem Sinnspruch hat sich der Verein  „Wolfsträne" neu in Leipzig gegründet. 

Katrin Gärtner und Sabine Weise haben ihn federführend ins Leben gerufen. „Wir wollen Kinder und Jugendliche ein Stück auf ihrem Trauerweg begleiten, wenn sie ein oder beide Elternteile verloren haben", fassen sie die Vereinsidee prägnant zusammen. 

Die beiden jungen Frauen sprechen aus eigener Erfahrung. Katrin Gärtner musste im Alter von 14 Jahren den Tod ihrer Mutter verschmerzen. Sabine Weise verlor die ihrige sogar schon mit 9. Unter dem Schicksalsschlag haben beide sehr gelitten. „Wir möchten Betroffene zwischen 6 und 18 Jahren unterstützen, damit sie nicht das gleiche durchmachen wie wir; ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Denn dieses Gefühl hatten wir damals", sagt Sabine Weise. 

Kinder und Jugendliche leiden ihrer Ansicht nach oft darunter, dass sie ihre Trauer nicht angemessen ausdrücken können oder dürfen. „Doch wenn sie den inneren Schmerz nicht verarbeiten, fällt ihnen das irgendwann auf die Füße“ - meist im Erwachsenenalter. 

„Wer sich als Kind nicht mit seiner Trauer auseinander setzt, wird krank“, gibt Katrin Gärtner zu bedenken. Die 35-Jährige ist gelernte Altenpflegerin und in der häuslichen Kinderintensivpflege tätig. Von ihr ging die Initiative zur Vereinsgründung maßgeblich aus. „Ich bin vor einiger Zeit einem mutterlosen Mädchen begegnet. In ihr habe ich sehr viel von mir wieder erkannt, ich wollte ihr deshalb unbedingt helfen. Aber in Leipzig gibt es bisher so gut wie keine Anlaufstellen für trauernde Kinder.“

Die Folge: Katrin Gärtner legte eine Facebook-Seite an, machte Werbung für das sensible Thema, suchte über eBay Kleinanzeigen nach Gleichgesinnten. „So habe ich Sabine kennen gelernt.“ 

Bei „Wolfsträne“ machen aktuell 12 Mitglieder mit, darunter ein Sozialpädagoge sowie eine Kinder- und Jugendpsychologin. Für die Vereinsarbeit haben die beiden Gründerinnen zwei Räume im Heinrich-Budde-Haus in der Lützowstraße angemietet. Dort sollen sich die Trauernden alle 14 Tage je nach Altersstufe in einer Gruppe einfinden und sich über ihre Situation austauschen. Des weiteren sind kreative und künstlerische Angebote geplant: Tanzen, Yoga, Traumreisen, das Basteln von Kerzen oder Erinnerungskisten. „Außerdem wollen wir den Angehörigen und den Bezugspersonen  der Kinder Tipps für Behördenanträge geben und psychologische Unterstützung vermitteln“, kündigt Sabine Weise an. Die 26-Jährige hat eine Ausbildung zur medizinisch-technischen-Assistentin absolviert und arbeitet derzeit als private Kinderbetreuerin.

Und warum der Name „Wolfsträne“? Dieser verweise auf das, was allen Kindern gemeinsam sei, die einen nahestehenden Menschen verloren haben: Tränen. „Den Wolf haben wir gewählt, weil er ein Rudeltier ist und für Kraft und Energie steht. Beides können Kinder bei uns wieder bekommen“, so Gärtner.

Für die Zukunft strebe der Verein eigene Räumlichkeiten an. Ein sehr gutes Angebot liege bereits vor. Die Finanzierung soll über Spenden und Mitgliederbeiträge erfolgen. „Um bekannter zu werden, wollen wir demnächst ein Netzwerk aufbauen, Kindergärten, Pflegedienste, Ärzte, Schulen und Bestattungsinstitute besuchen. Die Leute sollen wissen, dass es uns gibt.“

 

 

Radiobeitrag

Hit Radio RLT Sachsen hat am 16.04.2017 einen Betrag über "Wolfsträne" gesendet

  • Spenden

    Wir freuen uns über Ihre Spende